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Home2018-10-10T13:07:00+00:00

Willkommen bei Projekt ORANGE

Das Projekt ORANGE will aufmerksam machen. Aufmerksam auf Gewalt, die meist hinter verschlossenen Türen stattfindet und negative Folgen für die gesamte Familie und die Gesellschaft hat. ORANGE will den Kreislauf häuslicher Gewalt durchbrechen und setzt dort an, wo sie entsteht, bei den Verantwortlichen.
Nur wer die Gewalt ausübt, kann sie auch beenden.

Das Projekt versteht sich als Teil einer Interventionskette gegen Häusliche Gewalt. Wichtig ist daher die Kooperation und Vernetzung mit anderen Institutionen. ORANGE richtet seine Arbeit an dem Standard der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt aus und legt Wert auf qualifizierte Fachkräfte zur Umsetzung der Arbeit.

Jahresabschluss 2017

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Beratungsgespräche

UNSERE KERNINHALTE

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Häusliche Gewalt

Unter Häuslicher Gewalt wird in der Regel die von Männern gegen ihre (Ex-) Partnerinnen ausgeübte Gewalt verstanden. Gleichwohl gibt es auch Frauen die Gewalt gegen ihren Partner ausüben. Dabei wird jede zielgerichtete Verletzung der seelischen und körperlichen Integrität einer anderen Person als Gewalt angesehen. Gewaltverhalten dient zumeist der Kontrolle der anderen Person. Dieses Verhalten kann bei den geschädigten Personen ernsthafte und lang anhaltende negative Auswirkungen auf Wohlergehen, Selbstwertgefühl, Autonomie, körperliche und seelische Gesundheit haben. Häusliche Gewalt ist somit physische, psychische, sexualisierte, soziale, emotionale und ökonomische Gewalt, Isolation, Stalking, Bedrohung und Einschüchterung (vgl. Standard der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häuslicher Gewalt e. V.)

Das vorliegende Angebot richtet sich sowohl an Männer als auch an Frauen, die Gewalt gegen ihre*n Partner*in ausüben. Es wird sowohl mit Selbstmelder*innen als auch mit von anderen Institutionen vermittelten bzw. zugewiesenen erwachsenen Personen (z.B. Justiz, Jugendamt) gearbeitet.

Natürlich gibt es weitere Gewaltformen im sozialen Nahraum, so z.B. Gewalt gegen Kinder, Gewalt zwischen Geschwistern, Gewalt von Kindern gegen ihre Eltern, Gewalt gegen alte Menschen. Für diese Zielgruppen bedarf es jedoch gesonderter Konzepte und Standards.

Trainingsprogramm

ORANGE ist ein Unterstützungs- und Beratungsangebot zur Verhaltensänderung für in Partnerschaften gewalttätige Personen. Dabei handelt es sich um ein kognitives- verhaltensorientiertes Programm, welches gewaltzentriert und konfrontativ arbeitet. Es wird davon ausgegangen, dass das ausgeübte Gewaltverhalten erlernt ist und damit auch verändert werden kann.

Das Trainingsprogramm ist weder Psychotherapie, noch kann es im Rahmen von Sexualstraftaten angewandt werden.

Das vorliegende Angebot ist ein soziales Gruppenprogramm. Um die Eignung des Betroffenen, die Zulassungskriterien, die Inhalte und Ziele des Programms zu erläutern bedarf es zunächst einiger Einzelgespräche (Anamnese und Vorbereitung). Auch im Rahmen der Krisenintervention, Nachbetreuung bzw. in Ausnahmefällen kann es notwendig sein Einzelgespräche zu führen.

Da es sich bei den Ratsuchenden größtenteils um Männer handelt, ist es das Ziel, diese in eine Gruppenarbeit zusammenzuführen und Inhalte und Schwerpunkte gemeinsam zu bearbeiten. Die Gruppenarbeit wird dabei von zwei Fachkräften geleitet. Die Gruppenstärke sollte acht Personen nicht übersteigen. Die Gruppentreffen finden dann regelmäßig in einem festgelegten Turnus und über einen begrenzten Zeitraum statt. Zu Beginn werden klare Absprachen zum Programm getroffen (z.B. Gewaltverzichtserklärung) und in schriftlicher Form festgehalten.

Da Frauen in der Regel nur in geringerer Anzahl zum Projekt kommen, findet die Beratung und Auseinandersetzung mit möglichen Verhaltensalternativen in Form von Einzelgesprächen statt.

Standorte

Erfurt

Gera

Mühlhausen

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